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Rückblick:
Zweitpräsentation des Böblinger Kunstvereins: "Bilder einer Ausstellung" von M. Mussorgsky.
Der Polizeimusikkorps Baden-Württemberg spielte am Sa. 20. Oktober 2007 in der Kirche St. Maria, Berliner Str. 14, Böblingen von 19.30 bis 20.00 Uhr. Teil des Programms war die Ausstellung von Künstlern des Böblinger Kunstvereins. Die Mitglieder des Kunstvereins griffen dieses Thema wieder auf und haben die Musik von Mussorgsky zu allen 10 Themen in Bilder verwandelt. So wurde ein Rundgang zu den Klangbildern in der Kirche geschaffen.

Ausstellung: Mit Konzert in der Kirche St. Maria, Berliner Str. 14, Böblingen am Sa. 20.10.2007 bis So. 21.10.2007. (Eintrittskosten für das Konzert: 10,- €, ermäßigt, Schüler, Studenten: 6,- €, Karten können auch vorbestellt werden: "Kreiszeitung Böblinger Bote" Tel. 07031/620029). Die Ausstellung ist kostenlos und ging bis zum So. 21.10.2007.
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Konzept und Text-Quelle: Bilder einer Ausstellung
Böblinger Kunstverein - Polizeimusikkorps Baden Württemberg


Am 20.Oktober 2007 gab das Polizeimusikkorps Baden-Württemberg zum dritten Mal in Folge ein Benefizkonzert zu Gunsten der Bürgerstiftung Böblingen. Teil des Programms war "Bilder einer Ausstellung" von M. P. Mussorgsky. Sein Werk schildert die Eindrücke, die Mussorgsky bei der Betrachtung der Zeichnungen des mit ihm befreundeten, früh gestorbenen Malers Viktor Hartmann empfing. Diese sind gegliedert in zehn Abschnitte und Zwischenspiele, sogenannte "Promenaden", denen sich der Ausstellungsbesucher von Bild zu Bild bewegt.

Die Titel der einzelnen Bilder der Ausstellung lauten:
1. "Gnomus" - Ein Zwerg geht in grotesken Trippelschritten vorüber.
2. "Das alte Schloss" - Mittelalterliches Städtchen.
3. "Tuilerien" - Spielende Kinder im Streit.
4. "Bydlo" - Ein Ochsenkarren kommt des Weges.
5. "Ballett der Kücklein in den Eierschalen".
6. "Samuel Goldenberg und Schmuyle" - Zwiegespräch eines reichen und armen Juden.
7. "Der Marktplatz von Limoges" - Abbild eines alltäglichen bunten Markttreibens.
8. "Die Katakomben" - Ein Blick in die Katakomben von Paris.
9. "Die Hütte der Baba Yaga" -Baba Yaga, die Hexe des Unglücks und ihre Schwestern im wilden Hexenritt.
10. "Das große Tor von Kiew" - Einzug der siegreichen Heere unter Glockengeläut in die alte Zarenstadt.
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Bild der Künstlerin Petra Wenski-Hänisch
Titel: Gnomus und mehr ...
Ein freundlicher Gnom steht im Mittelpunkt des Bildes der Künstlerin. Er stapft im Rhythmus der Musik auf kreisförmigen Notenlinien durch das Bild. Hier wird Aktion in Form seiner Fußspuren erlebbar. Alle weiteren Motive, die sich in ihrer Vorstellung aus der Musik ergaben, lassen sich der Reihe nach, nach der Musik von M. Mussorgsky in interessanten, eigenwilligen mit einander verschmolzenen Bildern ablesen.
Erhöhungen mit 3-D-Effekten und glatte Flächen auf der Leinwand, sowie Collageelemente unterstützen die musikalische Aussage des Komponisten und zieren das Unikat. Die musikalische, moderne Version der Rockgruppe "Emmerson, Lake and Palmer" war "Pictures of an Exhibition". Von dieser Rockgruppe ließ sich die Künstlerin für ihr Werk inspirieren und wählte bewusst, passend zu ihrer zeitgemäßen Darstellungstechnik, die moderne Fassung.

Detail zum Bild "Gnomus und mehr ..."

Bild unten: Ausstellung "Bilder einer Ausstellung" in der Kirche St. Maria zum Benefitzkonzert des Polizeimusikkorps Baden-Würtemberg.

Die Ausstellung "Bilder einer Ausstellung" fand großen Aufmerksamkeit.

Bild unten: Die Kirche war sehr gut besucht.

Ein homogenes Ensemble zelebriert überragende Klangästethik.

Es dirigierte das Polizeimusikkorps: Toni Scholl

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Anlass für die Komposition war die Gedächtnisausstellung für Viktor Hartmann im März 1874 in der Akademie der Künste in Petersburg.


Text-Quelle:
Buch: Mussorgsky, von Hans Christoph Worbs, Rowohlt-Verlag.
Modest Petrowitsch Mussorgsky ist der große Nonkonformist unter den russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts. Er wurde am 21. März 1839 in dem Dorf Karewo (Gouvernement Pskow) geboren.
Klavierwerke:
Gerade ein so zentrales Werk wie die Bilder einer Ausstellung bezeugt einmal mehr, in welchem Maße Mussorgsky bildhafte Impressionen als Sprungbrett für das kompositorische Schaffen dienten. Erwähnung verdient dabei, daß er sich in diesem erst 1886 im Druck erschienenen Zyklus keineswegs sklavisch an seine Vorlagen band, daß seine ausschweifende Phantasie vielmehr in einigen Fällen Eigenleben gewann. Beim ersten, Bild dem Porträt eines tragikomisch einherstolpernden zwerghaften Homunkulus (Gnom) wurde ein Weihnachtsbaumschmuck, nach Stassow eine Art Nußknacker, als Vorlage ermittelt. Hartmanns im russischen Stil des 14. Jahrhunderts gezeichnete Uhr in der Gestalt von Baba Jagas Hütte inspiriert zu einem Hexenritt. Der Eigengesetzlichkeit der Musik folgte Mussorgsky dagegen, wenn er in Bydlo den polnischen Ochsenkarren (mit einem perdendosi am Schluß) buchstäblich vorüberrumpeln läßt oder beim Großen Tor von Kiew die bildnerische Vorlage in kühn aufgipfelnde Bewegung auflöst. Der Goldgrund byzantinischer Kultgesänge leuchtet in diesem Klavierzyklus beim großen "Tor von Kiew" auf. Flimmernde, impressionistische Klangwirkungen antizipiert der zweite Teil der Catacombae, das eigentliche Requiem für Viktor Hartmann. Als köstliches, wie hingetupftes Genrebild reiht sich wiederum das Ballett Trilby anregen ließ. Mussorgskys Klavierzyklus Bilder einer Ausstellung ist ein originell konzipiertes, eigenständiges Werk, das sich keineswegs mit bloßen musikalischen Illustrationen bescheidet. Auch bei Bildern, die bei Hartmann einen emotionalen neutralen Charakter tragen, wird (worauf jüngst Emilia Fried aufmerksam machte das psychologische Moment vertieft. In Hartmanns verlorengegangenen Bildern mittelalterlicher Schlösser - um auf dieses Beispiel noch konkret hinzuweisen - kam den Menschen höchstens eine dekorative, akzessorische Funktion zu. Ein schlichtes Landschaftsbild frei in eine gefühlstiefe, lyrische Miniatur, in das "Lied eines Troubadours" zu übersetzten, war allein Mussorgskys vorbehalten. ...

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Text-Quelle:
Amtsblatt Böblingen, Nr.39/28.09.2007

Wenn Musik zu Bildern wird: Kunstverein und Polizeimusikkorps präsentieren "Bilder einer Ausstellung"

Am Anfang war es eine Idee, von Toni Scholl, dem musikalischen Leiter des Polizeimusikkorps Baden Würtemberg in den Raum gestellt: Ob es nicht möglich wäre zu Modest Mussorgskys wohl populärstem Werk "Bilder einer Ausstellung", Kunstwerke zu schaffen und im Vorfeld des alljährlichen Benefizkonzertes am 20. Oktober in einer Ausstellung zu zeigen.

14 Künstlerinnen und Künstler griffen die Idee auf und schufen 18 Kunstwerke, die die zehn von Mussorgsky in Musik gegossenen Bilder seines Freundes Hartmann wiederum in Malerei umsetzen. ...
... In ihrer Einführung ging die Vorsitzende des Kunstvereins, Gabriele Pfaus Schiller auf die Wechselwirkung von Kunst und Musik ein. Hans Bäuerle schuf zwei großformatige Ölbilder zu den Sequenzen "Grnomus" und "Tanz der Kücklein in den Eierschalen". In einer Federtuschzeichnung hat Claudia Fischer-Walter den Gnomus festgehalten, während Petra Wenski-Hänisch ihn mit roter Zipfelmütze aus einem in Acryl und Digital-Painting gestalteten Bild lugen lässt. In Kraftvollen Farben leuchtet das "Alte Schloss", von Carola Gera-Staber auf den Böblinger Schlossberg gestellt. In den Gärten der Tuilerien spielen die Kinder, naive Malerei, originell gestaltet von Stephanie Brachtl. Fritz Mühlenbeck schuf einen Ochsenkarren aus geschmolzenem Glas. Linda Krimmels Kücklein in der Eierschale heben sich zart von ihrem Ockersand getränkten Hintergrund ab. Ein leieses Bild, ganz im Gegensatz zu den naturalistischen Kücklein Nora Barasicz-Borgwardts. Gegensätzlich sind auch die Bilder der Künstlerinnen Barbara Bäuml und Monika Laumen, die dem Thema der beiden Juden Goldenberg und Schmuyle gewidmet sind. Auch der Martkplatz von Limoges wird von Heidrun Bulling, die sprasame Akzente setzt und Ralf Rabemann, der eine Collagen-Geschichte erzählt, unterschiedlich umgesetzt. Mit den Katakomben beschäftigten sich Nora Barasicz-Borgwardt und Barbara Bäuml. Ingrid Zerfass schuf die Hütte der Hexe Baba Yaga. Hildegard Niedermeier ein bedrohlich wirkendes Tor von Kiew. Auf Monika Laumens Bild zum gleichen Thema spannt sich der Torbogen über den Brustbildern des Komponisten M. Mussorgsky und seines Malerfreundes V. Hartmann.

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Text-Quelle:
Amtsblatt Böblingen, Nr.39/28.09.2007


. . . Klanglich betörend schön zog nach der Pause Modest Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" die Zuhörer in den Bann. Sorgsam geleitet durch die Promenaden, die sich immer wieder den einzelnen Bildern anpasst, wurden sie hörbar, die Trippelschritte des Gnomus, die Romanzen des Minnesängers vor dem Alten Schloß, die Streitigkeiten der Kinder, die sorgsam behütet von ihren Gouvernanten in den Gärten der Tuilerien spielen. Wie poltert der Ochsenkarren Bydlo über dei Holpersteine, wie schlagen die Kücklein mit ihren Flügeln bei ihrem Ballett in den Eierschalen. Gegensätzlicher können Charaktere nicht sein, als die beiden Juden Samuel Goldenberg und Schmuyle, die reich und arm verkörpern, musikalisch miteinander ins Gespräch kommen. In den Katakomben von Paris zeichnet Mussorgsky den Malerfreund Hartmann nach, um in der folgenden Prommenade gemeinsam mit ihm zum wilden Hexenritt der Baba Jaga weiterzugehen. Monumental der Schluss, das große Tor von Kiew, der Einzug der siegreichen Truppen unter Glockengeläut.
Das Polizeimusikkorps Baden-Württemberg präsentierte sich als homogenes Ensemble, das spielfreudig, wach und präzise musizierte. Ein beeindruckender Abend.

Bild-Quelle:
Privatarchiv
"WH-KUNST"

Bilder von der Ausstellung und dem Konzert in der Kirche St. Maria:

Peter Conzelmann, Leiter Amt für Kultur begrüßt die Besucher am Eingang der Kirche.

Die Schritte des Gnomus weden imposant vom Orchester gespielt.

Es dirigiert das Polizeimusikkorps: Toni Scholl.

Alle Besucher applaudieren mit Begeisterung.

Frau Rebmann überreicht ein kleines Geschenk stellvertretend für alle Orchestersmitglieder dem Dirigenten.

Frau Stefanie Brachtl, die Verantwortliche für die Veranstaltung "Bilder einer Ausstellung" des "Böblinger Kunstverein" bringt Blumen.

Blumen für das Orchester und die anwesenden Künstler.

Bilder von der Vernissage im Foyer des Böblinger Rathauses:

Oberbürgermeister von Böblingen:
Alexander Vogelsang.


Vorsitzender des Polizeimusikkorps Baden-Württemberg:
Thomas Fischer.


Vorsitzenden des Böblinger Kunstvereins:
Gabriele Pfaus-Schiller.


Herr Vogelsang und Musiker des Polizeimusikkorps Baden-Württemberg
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Eine der Künstlerinnen des Böblinger Kunstvereins ist Petra Wenski-Hänisch, sie hat in erster Linie das Thema "Gnomus" aufgegriffen.

Titel:
"Gnomus und mehr ..."
Technik:

Acryl und Digital-Painting auf Leinwand mit Collage-Elementen.
Format:
Höhe 80 cm x Breite 60 cm x Dicke 1,5 cm
Kunstposter (limitierte Auflage) vom abfotografierten Original-Unikat:
Poster groß - 66x50 cm
Poster klein - 39x30 cm:


Interessierte Besucherin vor dem Bild "Gnomus und mehr ..." von der Künstlerin Petra Wenski-Hänisch

Musiker des Polizeimusikkorps Baden-Württemberg

Interessierte Besucherin vor dem Bild "Gnomus und mehr ..." von der Künstlerin Petra Wenski-Hänisch

Musiker des Polizeimusikkorps Baden-Württemberg
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Mehr Info zur Künstlerin Petra Wenski-Hänisch finden Sie unter www.geschenkekunst.de

Unter dem Menüpunkt Ateliers finden Sie Arbeiten der Künstlerin.


   
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