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Rückblick:
Die jurierte Mitglieder-Jahresausstellung des "Böblinger Kunstvereins" fand am
11. November 2006, um 17 Uhr
in der "galerie contact" (Böblingen, Marktgässle 4, Parkmöglichkeiten im Parkhaus Marktplatz) mit Arbeiten unter dem Thema: "druck.art" statt. (Öffnungszeiten: Di. 14 - 19 Uhr, Mi. bis Sa. 14 - 17 Uhr, So. 11 - 17 Uhr). Die zur Ausstellung einjurierten Mitglieder des "Böblinger Kunstvereins" zeigten die Vielfältigkeit der verschiedenen Drucktechniken und das Spektrum an Möglichkeiten zum Thema. Ausstellungsende: 26.11.06
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Text-Quelle:
Mitgliederrundbrief im Mai 2006: Einladung zur jurierten Mitglieder-Jahresausstellung druck.art 2006

Motto: Die Ausstellung soll die Vielfalt der verschiedenen Drucktechniken und das Spektrum an Möglichkeiten zeigen, die sie Künstlern für ihre Arbeit bieten. In der Wahl der Drucktechnik gibt es keine Einschränkung: Holzschnitt, Linolschnitt, Materialdruck, Digitaldruck, Siebdruck, Monotypie, Radierung, Lithografie usw. Es ist jedoch nicht erlaubt, das gedruckte Kunstwerk zeichnerisch oder malerisch zu bearbeiten!
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Text-Quelle:
SZ/BZ - Böblinger Zeitung / Sindelfinger Zeitung, 16.11.2006: Leben & Kultur


PC sorgt für eigene Ästhetik
Böblingen: Kunstverein setzt in der Jahresausstellung in der Galerie Contact auf Drucktechniken

Von unserem Mitarbeiter Jochen Buchholz

Vom Begriff her scheint alles zu stimmen. Die ausgewählten Bilder, die in der Böblinger Galerie Contact am Marktgässle zu sehen sind, wurden allesamt mit Drucktechniken hergestellt. Und doch muten manche anders an als andere. Die neueste Druckversion hat mit der ältesten wenig gemein.

Digitaldruck ist eine automatisierte Wiedergabetechnik, der Holzschnitt oder der Stempeldruck, muss in mühseliger Handarbeit hergestellt werden. Die neue Ausstellung in der Galerie Contact erlaubt den Vergleich zwischen dem Neuen und dem Althergebrachten. Anhand der jurierten Bilder von Mitgliedern des Böblinger Kunstvereins machen sich verschiedene Ansätze kenntlich, den Begriff "druck.art", so der Titel der Ausstellung, für eine Herstellungsart zu beanspruchen.

Digitaldrucke dienen gewöhnlich der neutralen Reproduktion, die anderen, gebräuchlicheren Druckvarianten wie Tiefdruck, Hochdruck, Flachdruck sind zugleich auch Mittel des Ausdrucks und der Verfremdung. Bei der Mehrzahl der ausgestellten Werke sind Inhalt und Form unauflöslich ineinander verschmolzen. Die Maserung des Holzes bestimmt oft wesentlich die Anmutung einer Form. Die Schlierenbildung beim Druck vom Linolschnitt oder der Plattenton bei der Radierung vermitteln im Hintergrund eines Motivs immer dessen materiellen, sinnlichen Aspekte mit.

Ausrutscher sorgen für Lebendigkeit

Das Ungelenke beim Arbeiten mit dem Stichel oder dem Messer, mitunter die Ausrutscher, zeugen von der Lebendigkeit des Entstehungsprozesses eines Blattes. Beim Digitaldruck, sogar schon beim Siebdruck, gelten ganz andere Kriterien. Hier steht mehr oder weniger schon die Haltung des Künstlers im Vordergrund, sich auf fremde Abhängigkeiten von Herstellern, Programmen und Betrieben einzulassen, die außerhalb einer direkten künstlerischen Einflussnahme stehen. Hier kommen PC und Bildbearbeitungsprogramme ins Spiel, die eine eigene Ästhetik mitbringen.

In der Ausstellung sind 35 Kunstvereinsmitglieder mit 68 Exponaten vertreten. Es sind fast alle bekannten Techniken zu finden, zum Beispiel Verfahren wie Acryldruck, Colorgrafie oder die Frottage. Allein die technisch hoch aufwändige Fotogravure oder die Fotoradierung fehlen.

Trotz dieser Vielfalt gilt insgesamt, dass die Auseinandersetzung mit der Hardware des Holzes, dem Metall der Platte, oder mit der Widerspenstigkeit des Papiers eine gute Auswirkung auf das Gesamtbild der Ausstellung hat. Die methodische Ruhe erlaubt es den Betrachtern, beim Einzelnen zu verweilen, ohne beim nächsten Bild so etwas wie eine Schrecksekunde zu erleben. Kaum einmal werden die Ausdrucksmittel mit Inhalten überfrachtet. Sehr oft entsprechen sich Inhalt und Form in angemessener Weise.

Freilich offenbart sich Erfindungsfreude und weitläufige Fantasie bei der Vergabe der passenden Titel. Hier scheint die ästhetisch gestiftete Eintracht des bildhaft Dargestellten wieder ins Wanken zu geraten. Bildbezeichnungen wie "Ins Dunkel", "Wo bist Du mein Schatz", "Es knistert weiß", oder "usual tea moth" und "Psst" oder auch "coq au vin avec du thé darjeeling" weisen auf den bewusst humorvollen, ja vielleicht auch leichtfertigen Umgang mit der Kunst hin.

Im Nebenraum der Galerie Contact haben Schülerinnen und Schüler der Böblinger Käthe-Kollwitz-Schule die Ergebnisse eines Workshops in der Druckwerkstatt im Alten Amtsgericht ausgestellt, den Martina Hampe geleitet hat. Es sind dabei ganz unbefangene und doch ergreifende kleine Blätter entstanden. Die große und die kleine Ausstellung bleiben noch bis zum 26. November 2006 in der Böblinger Galerie Contact und sind in der Langen Nacht der Sindelfinger und Böblinger Museen am Samstag, 18. November, ab 19 Uhr geöffnet.
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Text-Quelle:
Jurierten Mitglieder-Jahresausstellung druck.art 2006
Eröffnung am 11.11.06 in der galerie contact
Einführung Gabriele Pfaus-Schiller

Willkommen zur druck.art, einer Ausstellung mit Werken von 35 Mitgliedern des Böblinger Kunstvereins, die in künstlerischen Drucktechniken entstanden sind. Das Aufeinandertreffen der Begriffe Druck und Kunst reizt zu Assoziationen. Kunst ist der Aus-druck inneren Erlebens, sie vermittelt Ein-drücke, sie entsteht manchmal unter Zeit-druck, nicht wenige Künstler stehen ökonomisch unter Druck. Halten wir uns aber an unser Motto: Druckgrafik meint im engeren Sinne die drucktechnisch vervielfältigte Zeichnung und Malerei. ...
... Im Laufe der Zeit haben sich uralte Drucktechniken verfeinert, verändert, digitalisiert, manuelle wurden durch maschinelle Verfahren ergänzt. Mit ihnen wurde die Kunst schneller, schnelllebiger, globaler, vielseitiger nutzbar. Kandinsky sprach ja schon in vordigitaler Zeit vom demokratischen Charakter der Kunst. Grenzen verwischen, es ist eine Popularisierung - und damit verbunden auch die Gefahr einer Egalisierung eingetreten. In vielen Haushalten steht ein Computer, daran angeschlossen nicht selten ein Farbdrucker. Experimente finden statt, eigene Werke werden digitalisiert, bearbeitet, verändert. Der Digitaldruck, hier in einigen Fällen angewandt, ist als Drucktechnik ernst zu nehmen wie andere auch. ...

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Die Künstlerin Petra Wenski-Hänisch interpretiert das Thema "druck.art" anhand eines eigens zum Motto hergestellten Unikats, welches auch so heißt: "unique life".

Technik: Foto/Grafik als C-Print auf Leinwand, Fahnenstoff, Satinstoff, Glossy-Papier, Papier, Goldfolie, Transparentfilm

Format: 80 cm Breite, 80 cm Höhe, 4,5 cm Tiefe

16 Einzelelemente im Format:
je 20 cm Breite, 20 cm Höhe, 2 cm Tiefe
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Objekterläuterung:
Die eigens erarbeiteten Fotografien wurden von der Künstlerin am Computer individuell bearbeitet und zu jeweils neuen einzigartigen Digitalcollagen zusammengefügt.
Jede fertige Bildkomposition beinhaltet mehrere Ihrer Fotos, die von Ihr zu einer neuen Bildaussage bearbeitet wurden. Das Druckmaterial wird schon bei der Konzeption der Bildmotive mit einbezogen. So können die Werke in ihrer Aussage vom Druckträger unterstützt werden.

Technik: Digital/Foto/Grafik-Komposition als C-Print auf Leinwand, Fahnenstoff, Satinstoff, Glossy-Papier, Papier, Gold/Silber-Folie, Transparentfilm.

Alle Werke sind für den Innenbereich professionell und farbecht hergestellt und je nach Bildmaterial, wenn nötig, nachträglich versiegelt.

Detail: Bild "Geheimnisse"
Detail: Bild "Fremde" Detail: Bild "Pusteblume
" Detail: Bild "Scheinbares"
Detail: Bild "Ausweg"
Detail: Bild "Weitsicht"

Bild-Quelle:
Privatarchiv
"WH-KUNST"

Bilder von der Ausstellungseröffnung:

Begrüßung:
Peter Conzelmann, Leiter Amt für Kultur.




Einführung:
Gabriele Pfaus-Schiller, Erste Vorsitzende BBKV.


Musikalisches Begleitprogramm: akustische Gitarrentrio "Dreierlei".


Besucher der Vernissage.


Im Nebenraum haben Schülerinnen und Schüler der Böblinger Käthe-Kollwitz-Schule die Ergebnisse eines Workshops in der Druckwerkstatt im Alten Amtsgericht ausgestellt.


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Interessierte Besucher vor dem Werk der Künstlerin
Petra Wenski-Hänisch
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Bildbeispiele aus dem Gesamtkunstwerk der Künstlerin
Petra Wenski-Hänisch:

Bild "Schaukel"

Bild "Elektronik"

Bild "Eisblume"

Bild "Sphären"

Bild "Liebestaumel"

Bild "Lichtbegleiter"

Bild "Erde und Himmel"

Bild "Zugang"

Bild "Erreichen"
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Mehr Info zur Künstlerin Petra Wenski-Hänisch finden Sie unter www.geschenkekunst.de

Unter dem Menüpunkt Ateliers finden Sie Arbeiten der Künstlerin.

   
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